Welche Fehler sollte man beim Streichen vermeiden?

sollte man beim Streichen vermeiden

Die häufigsten Fehler beim Streichen sind mangelnde Vorbereitung, falsche Farbwahl und zu schnelles Arbeiten. Diese Fehler führen zu unschönen Streifen, schlechter Deckkraft und einer Farbe, die schon nach kurzer Zeit abblättert oder fleckig aussieht. Selbst erfahrene Heimwerker machen immer wieder die gleichen Fehler, weil sie bestimmte Grundregeln nicht kennen oder unterschätzen. 

Mit dem richtigen Wissen und etwas Geduld lassen sich diese Probleme jedoch leicht vermeiden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann einen erfahrenen Maler Wien beauftragen und sich den Stress komplett ersparen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die zehn häufigsten Streichfehler und wie Sie diese vermeiden können.

Warum ist die Vorbereitung so wichtig?

Der größte Fehler beim Streichen ist eine unzureichende Vorbereitung des Untergrunds. Viele Heimwerker sind ungeduldig und wollen sofort mit dem Streichen beginnen, ohne die Wände richtig vorzubereiten.

Das Ergebnis sind Farbflecken, schlechte Haftung und ein unprofessionelles Endergebnis. Eine saubere, trockene und tragfähige Oberfläche ist die absolute Grundvoraussetzung für einen gelungenen Anstrich. Staub, Spinnweben, Fettflecken und lose Farbschichten müssen vor dem Streichen vollständig entfernt werden. 

Löcher und Risse sollten mit Spachtelmasse gefüllt und nach dem Trocknen glatt geschliffen werden. Stark saugende Untergründe wie frischer Putz oder Gipskarton benötigen eine Grundierung, damit die Farbe gleichmäßig auftrocknet und nicht fleckig wird.

Diese Vorarbeiten kosten zwar Zeit, aber sie entscheiden über das Endergebnis und die Haltbarkeit des Anstrichs.

Welche Fehler passieren bei der Farbwahl?

Viele Heimwerker kaufen die billigste Farbe und wundern sich dann über schlechte Deckkraft und mehrfaches Überstreichen. Günstige Farben enthalten weniger Pigmente und Bindemittel, was bedeutet, dass sie erst nach drei oder vier Anstrichen richtig decken. Hochwertige Farben der Deckkraftklasse 1 sind zwar teurer, decken aber bereits beim ersten oder zweiten Anstrich vollständig und sparen so Zeit und Nerven. 

Auch die Wahl des richtigen Farbtyps ist entscheidend: Für Feuchträume wie Bad und Küche brauchen Sie spezielle Feuchtraumfarben, für Decken eine tropfgehemmte Deckenfarbe. Die Konsumentenschutzorganisation testet regelmäßig Wandfarben und gibt hilfreiche Empfehlungen für Verbraucher.

FarbqualitätDeckkraftAnstriche nötigLanglebigkeitPreis pro Liter
Billigfarbe (Klasse 4-5)Schlecht3-4 AnstricheGering2-4 Euro
Mittelklasse (Klasse 2-3)Mittel2-3 AnstricheMittel5-8 Euro
Premiumfarbe (Klasse 1)Sehr gut1-2 AnstricheHoch10-15 Euro
Profifarbe (Klasse 1+)Exzellent1 AnstrichSehr hoch15-25 Euro

Welche Fehler macht man beim eigentlichen Streichen?

Zu langsames Arbeiten und falsche Technik führen zu sichtbaren Streifen und ungleichmäßiger Farbverteilung. Wenn Sie zu langsam streichen, trocknet die Farbe an den Rändern bereits an, bevor Sie die nächste Bahn daneben setzen können. Das Ergebnis sind deutlich sichtbare Ansätze und Streifen, die auch nach dem Trocknen nicht verschwinden. 

Die richtige Technik ist das sogenannte Nass-in-Nass-Arbeiten: Sie streichen zügig und verbinden jede neue Bahn mit der vorherigen, solange diese noch feucht ist. Ein weiterer häufiger Fehler ist das Streichen bei offenem Fenster oder direkter Sonneneinstrahlung, denn Zugluft und Wärme lassen die Farbe zu schnell und ungleichmäßig trocknen. 

Auch das falsche Werkzeug sorgt für Frust: Eine Langflorrolle auf glatten Wänden hinterlässt eine unerwünschte Struktur, während eine Kurzflorrolle auf Rauputz die Farbe nicht in die Vertiefungen bringt.

Die häufigsten Fehler beim Streichen selbst:

  1. Zu langsam arbeiten – Die Farbe trocknet an den Rändern und hinterlässt sichtbare Ansätze.
  2. Fenster offen lassen – Zugluft führt zu ungleichmäßigem Trocknen und Flecken.
  3. Falsche Rolle verwenden – Kurzflor für glatte Wände, Langflor für raue Untergründe.
  4. Zu viel Farbe auftragen – Führt zu Nasen, Tropfen und längerer Trocknungszeit.
  5. Zu wenig Farbe auftragen – Die Farbe deckt nicht und Sie brauchen mehr Anstriche.
  6. Ecken zuletzt streichen – Führt zu sichtbaren Unterschieden zwischen Kanten und Flächen.
  7. Farbe nicht umrühren – Die Pigmente setzen sich ab und die Farbe wird fleckig.
  8. Abklebeband zu spät entfernen – Die Farbe reißt ab und hinterlässt unsaubere Kanten.

Welche Fehler passieren nach dem Streichen?

Viele ruinieren ihr Ergebnis, indem sie das Abklebeband zum falschen Zeitpunkt entfernen oder den Raum nicht richtig trocknen lassen.

Das Malerkrepp sollte entfernt werden, wenn die Farbe noch leicht feucht ist, aber nicht mehr tropft. Entfernen Sie es zu früh, verläuft die Farbe über die Kante. Entfernen Sie es zu spät, reißt die getrocknete Farbe mit ab und hinterlässt ausgefranste, unsaubere Kanten. 

Ein weiterer Fehler ist das zu frühe Einräumen des Zimmers: Wenn Sie Möbel zurückstellen, bevor die Farbe vollständig durchgetrocknet ist, können Druckstellen oder Abrieb entstehen. Je nach Farbe und Raumklima dauert die vollständige Durchtrocknung 24 bis 48 Stunden. 

Lüften Sie den Raum regelmäßig, aber vermeiden Sie dabei starken Durchzug. Bei größeren Projekten lohnt es sich, die Trocknungszeit sorgfältig einzuplanen, damit Sie nicht aus Zeitdruck Fehler machen.

Wann sollte man lieber einen Profi beauftragen?

Bei großen Flächen, hohen Decken, schwierigen Untergründen oder wenig Erfahrung ist ein professioneller Maler die bessere Wahl. Ein Fachmann bringt nicht nur das richtige Werkzeug und hochwertige Materialien mit, sondern auch jahrelange Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Untergründen und Problemfällen. 

Er arbeitet schneller, sauberer und erzielt ein gleichmäßiges Ergebnis, das auch nach Jahren noch gut aussieht. Besonders bei Altbauwohnungen mit Stuck, strukturierten Decken oder Wänden mit Feuchtigkeitsproblemen kann ein Profi Schäden erkennen, die einem Laien entgehen würden. 

Auch wer wenig Zeit hat oder körperlich nicht in der Lage ist, stundenlang über Kopf zu arbeiten, profitiert von der professionellen Ausführung. Die Kosten für einen Maler relativieren sich oft, wenn man die eigene Arbeitszeit, mögliche Fehlkäufe bei Material und das Risiko eines unbefriedigenden Ergebnisses einrechnet. Ein unverbindlicher Kostenvoranschlag hilft, die Entscheidung auf einer soliden Grundlage zu treffen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der häufigste Fehler beim Streichen?

Mangelnde Vorbereitung des Untergrunds, also das Streichen auf staubigen, fettigen oder beschädigten Wänden.

Warum bekomme ich Streifen an der Wand?

Weil Sie zu langsam arbeiten und die Farbe an den Rändern bereits antrocknet, bevor Sie die nächste Bahn ansetzen.

Muss ich immer grundieren?

Nicht immer, aber bei stark saugenden, sandenden oder fleckigen Untergründen ist eine Grundierung unbedingt empfehlenswert.

Wann entferne ich das Malerkrepp?

Wenn die Farbe noch leicht feucht ist, aber nicht mehr tropft. Zu früh führt zu Verlaufen, zu spät zu Abreißen.

Warum deckt meine Farbe nicht richtig?

Entweder ist die Farbqualität zu niedrig, der Untergrund zu saugend oder Sie tragen zu wenig Farbe auf.

Kann ich bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit streichen?

Ja, aber die Trocknungszeit verlängert sich deutlich und das Risiko von Flecken steigt.

Wie lange muss die Farbe trocknen, bevor ich einen zweiten Anstrich mache?

Je nach Farbe und Raumklima zwischen 4 und 12 Stunden. Beachten Sie die Herstellerangaben auf dem Gebinde.

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